Urlaub vorbei, weiter geht’s
Mein Traum wäre ein perfekte Vulkaninsel, dann könnte ich direkt ins Wasser rodeln. Solange muss ich mit dem Zweitbesten vorlieb nehmen, folglich erholte ich mich wieder in der Arktis als Robbenklopper. Die Makerei ruhte währenddessen. Nunja, nicht ganz, so vollständig mag ich auf mein liebstes Hobby einfach nicht verzichten. Ich guckte quer über einige Let’s Plays und als Mann von Geschmack sah ich natürlich nur Vorführungen meiner Spiele an. Was mir immer wieder auffällt, sind Zustände gelegentlicher Orientierungslosigkeit, die einen Spieler befallen kann, der sich meinen Basteleien aussetzt. Immer mal wieder zwängen sich Phasen des Irrlaufs ins Spiel, taumelt der Herr der Tasten hilflos umher und sucht nach dem großen Weiter. Ich rase dann regelmäßig vor dem Bildschirm und schelte und gebe die deutsche Jugend endgültig verloren. Einfühlsame Worte meiner südländischen Pflegerin und die medikamentösen Erzeugnisse der westlichen Zivilisation bringen mich wieder zur Räson und lassen meine Gedanken weniger auf Vernichtung sinnende Bahnen einschlagen. Wie dem begegnen? Strunzgerade Schlauchlevel finde ich doof; WoW-Zeichen über NPC-Köpfen oder riesige Schwebepfeile ebenso. Aber ein Auftragsbuch oder Auftraggeber, die per Klick nochmal eine Kurzversion des Erforderlichen abspulen, sind offenbar auch keine Allheilmittel. Ich rätsele noch eine Weile über passable Kompromisse aus Doofvermeidung und schneller Eingängigkeit (gerade auch, wenn das Spiel mal längere Zeit ruhte).