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Devlog & Notizen aus der Werkstatt

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Feinfeilung

Detaillierte Spiele machen Spaß. Handlungsumschwünge sorgen für Kitzel. Und weil „Nachbarlicht“ ein detailliertes Spiel ist, dessen Demo mit einem Umschwung endete, habe ich die letzte Zeit damit zugebracht, in die bespielbaren Winkel zu kriechen, um (alle?) Kleinstelemente daraufhin abzuklopfen, inwieweit sie im weiteren Verlauf nicht plötzlich im Widerspruch zur eingetretenen neuen Situation stehen könnten. In einem Buchhaltungsprogramm wäre dieser Kontrollgang ein wohl enorm nerviges Unterfangen, in einer digitalen Erzählung hingegen macht es mir Spaß, Erzählverläufe zu beschnuppern und gegebenenfalls neu auszurichten.

Nur 9s eurer Zeit

Ich werde künftig meinen Youtube-Kanal nicht nur alle 4 Jahre, sondern etwas häufiger bespielen. Dank des Short-Formats ist es auch keine große Sache, einfach mal eine nette Kleinigkeit zu zeigen. Diesmal sind ein paar Eindrücke aus „Nachbarlicht“ dran.

Zoo & Gartenwelt

Dreistelzig ragt der Waldstapfer auf der Lichtung inmitten der Stammrohre auf. Nicht einmal der Bodennebel wagt sich unter den seltsam glucksenden Fruchtsack des halbpflanzlichen Ungetüms. Vielleicht traut sich ja einer der Helden in den Schattenbereich, den der kleinbusgroße Körper des Wesens wirft?

Seit der Demoveröffentlichung habe ich einen neuen Schwung außerirdischer Wesenheiten ins Spiel befördert. Manche von denen tun gar nichts. Sie sind einfach nur da und illustrieren durch ihre spezifische Gewachsenheit die Lebenszusammenhänge der außerirdischen Welt mit ihrem ewigen Wind unter einem fremden Licht. Und andere dieser Wesen tun natürlich richtig weh. Ich bringe ihnen gerade bei, wer in welche Kategorie gehört, und lasse euch Spieler das später dann selbst rausfinden.

neue Demoversion

Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen. Die Lobe habe ich inhaliert, die Tadel gespürt und mich in Summe gefreut, wie positiv das Spielerurteil insgesamt ausfällt. Bevor ich nun komplett in der Arbeit an der Vollversion versinke, habe ich noch einmal den Besen geschwungen und die mir im Betatest entgangenen Fehler aus dem Spiel gekehrt. Darunter steckte auch ein kurioser Bug, der unter zu Spielbeginn schaffbaren Umständen Stunden später ein ganzes Schiff in Ohnmacht fallen lassen konnte. Manche zur Fehlerreparatur nötige Gedankenverschlingung verhilft zu ganz neuen Hirnwindungen, andere wiederum lassen mich ziemlich dumm fühlen, insofern war die Behebung ein gewohnt ausgleichendes Erlebnis. Vielen Dank an alle Finder! Die neue Demoversion steckt gleich hinter diesem Link.

Download Demo 1.1

Demo zu „Nachbarlicht“

„Nachbarlichts“ Demo ist da, fortan darf es voll im Weltall werden. Der Schlafraumer „Amaltheia“ lädt auf eine 144 jährige Reise zum Nachbarsystem Proxima Centauri und an Bord ist man nur zu beflissen, den werten Passagieren eine unvergessliche Fahrt bereiten zu dürfen. Inmitten einer denkbar tödlichen Umgebung rast das Schiff auf sein fernes Ziel zu. Dank ihres beträchtlichen Alters kann die „Amaltheia“ mit mannigfachen Funktionsausfällen jeden Tag in ein einzigartiges Erlebnis verwandeln. Ein verlässlich herrischer Kommandant erwartet die ersten frisch aufgetauten Schläfer bereits auf der Brücke. Hereinspaziert! Folgt einfach diesem Downloadlink:

Download Demo

(114 MB)

„Nachbarlicht“ auf der Teststrecke

Der Betatest verläuft sehr ergiebig. Neben der handelsüblichen Menge an Bugmeldungen habe ich auch noch eine hübsche Anzahl an Verbesserungsvorschlägen, Detailbeobachtungen und überwölbenden Konzeptionsbetrachtungen gewonnen, auf denen ich gerade noch etwas rumdenke. Die Tester haben das Spiel entschieden besser gemacht. Ich denke, innerhalb der nächsten zwei Wochen kann ich dann „Nachbarlichts“ Demo veröffentlichen.

Trailer & Betatest

Der Betatest zur Demo „Nachbarlichts“ ist gestartet. Damit sich niemand vom exklusiven Vorabguck ausgeschlossen fühlen muss, habe ich einen feinen Trailer entworfen, den ich hiermit dem gesamten Internet schenke. Als Youtube-Profi weiß ich eben, dass man regelmäßig füttern muss, deshalb ist es auch bereits mein 13. Video seit der Kanalgründung. Frohes Schauen. Sofern beim Betatest keine Katastrophen auftauchen, wird im Frühjahr ein Downloadlink erblühen.

Planung Betatest

Ich möchte in der zweiten Februarhälfte mit dem Betatest der Demo beginnen. Wer Zeit und Lust hat, ist herzlich zur Fehlersuche und zum Vorabspaß eingeladen. Sagt einfach über eine Kontaktmöglichkeit eurer Wahl Bescheid.

Email: real_troll2005@yahoo.de

Forum: RPG-Atelier

Ruckelpiste

Wenn die Abstände zwischen den Orten wachsen, besteigt der Zukunftsmensch zur Überbrückung ein Gefährt, auch wenn das mit der Rollenspieltradition des reinen Fußmarschabenteuers zu brechen droht. Sollte sich während der Reise gar ein Gespräch zwischen den Beteiligten entspinnen, schaltet „Nachbarlicht“ in den fürstlichen Kinomodus um und bebildert Landschaft wie Hinterköpfe in rasantem Pseudo-3D.

Jahresaustrudelgedanke

Leider endet das Jahr aus Entwicklersicht für mich mit einer Enttäuschung. Ich hatte die Summe der möglichen Ablenkungen unterschätzt, die mich davon abhalten könnten, „Nachbarlicht“ in einer getesteten Demofassung zu veröffentlichen. Gucke ich auf meinen Optimismus zurück, kann ich ihm nur diplomatisch den Kopf tätscheln, während ich dem Tierarzt ernst zunicke, schon mal die Spritze fertig zu machen. Ja, das pikst jetzt ein bisschen, aber danach geht es ganz schnell. So, den wären wir los. Blicke ich jetzt ganz ohne Optimismus auf „Nachbarlicht“, stelle ich mir eine gemütliche Veröffentlichung zur Winterzeit vor. Und falls das auch nicht hinhauen sollte, kann ich ja zusätzlich noch meinen Realismus einschläfern lassen und künftig meinen Tango mit dem Pessimismus tanzen.

Frohe Weinhachten und einen guten Rutsch.

Fachsimpelei III

Die schon angesprochene gebundene Rotation (Fachsimpelei II) lässt die erwärmte Luft in Richtung des Hitzepols aufsteigen. In der Höhe wandert sie in Richtung der ewigen Nachtseite und sinkt dort erkaltet wieder ab. In Bodennähe existiert demnach ein steter Atmosphärestrom von der dunklen zur hellen Seite des Planeten. Ein Ingenieur, der was auf sich hält, würde in diesen steten Wind direkt ein Windrad platzieren, um einen Teil der Energie abzugreifen, und ein Spielentwickler würde gucken, wie man das außerirdische Klima grafisch und akustisch darstellt, um einerseits deutlich zu machen, hier ist man wohl nicht mehr auf Erde, andererseits aber die irdischen Gewohnheiten der Spieler zu ihrem Recht kommen lässt und nicht mit beständigen Pfeif- und Heultönen nervt. Ich habe einen Ausdruck heimeliger Fremdheit angesteuert.

Letzte Schritte

„Nachbarlicht“ ist weit gediehen. Von der ersten Idee über ein paar laborative Fingerübungen bis zur ernsten Projektkonzeption und dem Stückchen um Stückchen sich auftürmenden Haufen an tatsächlich umgesetzten Ideen ging die Entwicklung voran und inzwischen ist die Demoreife nicht mehr weit. Weil ich ja weiß, wie es werden soll, kann ich auch klar bemessen, was noch fehlt. Und wen es interessiert, wie eigentlich die letzten Schritte kurz vor der Ziellinie aussehen, dem möchte ich gern die entsprechende Liste zeigen:

  • 4 Maps („maps“ sind die Spielfelder, auf denen das Spielgeschehen stattfindet)
  • 5 Gegnertypen
  • zig Kleinigkeiten, jede für sich genommen ist schnell gemacht, aber es läppert sich
  • ein finaler Gesamtdurchlauf mit dem Handy auf der Couch
  • Betatest

Die Rückkehr des Fortschrittsbalkens

Es ist mal wieder soweit und ein neues Projekt nähert sich der Demoreife. Den Fortschritt stelle ich mithilfe meines selbstentwickelten Visualisierungskastengedöngses der öffentlichen Besichtigung anheim und wünsche angenehme Schaulustschauer bei der Live-Verfolgung des Zieleinlaufs.

Mobacon

Der mobile Abwurfcontainer wurde eigentlich für schnelle Eingreifeinsätze zur Hebung der Einwohnerloyalität entwickelt, rückte aber dank seiner erprobten Robustheit und flexiblen Umgestaltungsmöglichkeiten schnell in die Liste der Vehikel auf, mit denen die Errichtung einer ersten Infrastruktur unmittelbar nach der Planetenlandung gewagt werden kann.

neuer Allreise-Download

Dank eines netten Hinweises weiß ich nun, dass der alte Download Fehler aufwies. Ich habe die Version inzwischen ausgetauscht, so dass es nach Jahren der Unabänderlichkeit plötzlich eine „Die Reise ins All - 1.5“ gibt. Wer mit der bisherigen Version keine Probleme hatte, lässt alles wie es ist. Die neue Version ist inhaltsidentisch, sie ist nur um die identifizierten Fehler ärmer.

registriertes Vokabular

Immer wieder einmal streut eine der Figuren einen Begriff aus ihrem Zukunftsalltag in die Gespräche ein. Damit ich als Autor auch später noch weiß, was genau ich mir eigentlich bei „Dialogstahl“, „IAI-Störung“ oder „Kyberzwinge“ gedacht habe, und künftige Texte mit solchen thematischen Beimengungen nicht plötzlich auf ein ganz anderes Bedeutungsgleis zu springen versuchen, führe ich inzwischen eine Liste und gleiche bei mittlerweile über 60 Einträgen sicherheitshalber ab, ob die Weltenlogik noch gewahrt bleibt, wenn ich jemanden „Agricolar“ sagen lasse, die „Doktrin“ erwähne oder die spezifischen Umstände eines „mnemonischen Schocks“ aus gewissen Gründen erneut anführe.

Wer aufmerksam mitliest, kann sich allerlei Zusammenhänge über die belebte Welt mit ihren Zwängen, Möglichkeiten und Mythen zusammenpuzzeln. Wie ich aus allerlei Zuschriften weiß, macht so ein kombinatorischer Erkundungsgang durch die Hintergründe vielen Spielern Spaß.

Wohnfreuden der Zukunft

„Terra liebt seine Bürger und seine Bürger lieben Terra. Der Smolensker Wohnkomplex DTP hat nach einer erfolgreichen Spurenbeseitigung des letzten Sommers die Wohnboxen 960 bis 23.480 wieder zum Bezug für alle Mieter mit einer Vorsorgenote von 3-A oder höher freigegeben. Robuste Wände und Decken aus Texment versprechen ein widerstandsfähiges Zuhause. Möbelboxen sind in den Normfarbwünschen A, B und C enthalten. Mietgeschirr wird per Wandschlitz bereitgestellt. Das Lichtkompensat ist aus fröhlichem Orange.“ (Quelle: Prospekt aus der Heimat. Fünf Jahre vor Abflug der „Amaltheia“.)

Fachsimpelei II

Unser nächster Nachbarstern wird von einem etwa erdgroßen Planeten in Flüssigwasserentfernung umkreist, was die Fantasien schon seit einigen Jahren anregt - meist auf die Frage konzentriert: Lebt da etwa was? Noch war keiner da, um all die schönen Vorstellungen mit Messdaten zu töten, also nutze ich die verbleibende Spekulationsfrist, um meine eigene Variante in „Nachbarlicht“ zu formen.

Nahezu sicher ist man sich jetzt schon über die Rotation des Planeten. Er verhält sich zu seinem Stern wie unser Mond zur Erde, wendet seiner Sonne also stets dieselbe Seite zu. „Nachbarlichts“ Spielbereiche baue ich entsprechend der physikalischen Folgen. Es gäbe dann eine Hitzeseite, ihr gegenüber eine kalte Hälfte und rings um den Planeten einen Gürtel mit gemütlichen Temperaturen. Dieser Gürtel verliefe dann nicht über den Äquator, sondern über die Pole. An besagten Polen würde sich auch das Meerwasser sammeln, falls so ein Planet im Laufe seiner Geschichte die Eigenrotation derart verlangsamte. Man hätte dann zwei polare Ozeane. An ihrer Hitzeseite verdampfte das Wasser unter dem Dauerfeuer des Sterns, am sternabgekehrten Ufer türmten sich die Eisberge. Das ergibt nicht nur schöne Panoramen, sondern auch interessante Erkundungsgebiete.

Schergenschautafel

Ich habe „Nachbarlicht“ ein Poesiealbum für totgekloppte Gegner spendiert. Zum Nachschlagen, zum Triumphieren, zum Schwelgen, zum Komplettierungssuchtstillen, zum Ausdrucken gegen kippelnde Tische - es ist gewohnt vielseitig. Und die Analysetechnik hat diesmal einen kleinen Zusatzkniff.

Gehirngefiedel

Auch nach jahrelanger Bastelerfahrung schlittere ich immer noch in Situationen unvorhergesehener Arbeitsaufwände. Es fängt ganz harmlos an: Lass doch mal eine ständige Anzeige da an der Wand per Geblinke verdeutlichen, wo sich auf dem Schiff gerade Leute aufhalten, sage ich ganz arglos zu mir. Das sieht nicht nur gut, sondern auch sci-fi-atmosphärisch aus, ist darüber hinaus auch noch praktisch und außerdem magst du doch diese kleinen Details mit ihrer Mischung aus Hingabe und Unnötigkeit, bezirze ich mich selbst. Gut, los geht’s.

Von Zeit zu Zeit wacht auf dem Raumschiff jemand auf und wird dann eben auf der kleinen Anzeigetafel ergänzt. Na gut, und wenn die Figuren handlungsbedingt die Räume wechseln, sollte ich das natürlich auch berücksichtigen, auch wenn das den Aufwand ein ganz klein wenig erhöht. Ach ja, übrigens hat es der Spieler in der Hand, wer in welchen Situationen aus dem Kälteschlaf geholt wird, was die Zusammensetzung und den Aufenthaltsort der Besatzungsmitglieder schön variabel hält, aber das kriegst du bestimmt auch noch hin, meine ich aufmunternd zu mir selbst. Inzwischen sinne ich über eine Möglichkeit der Selbsterwürgung nach, bei der man nicht zu Schaden kommt, aber trotzdem den Richtigen trifft.