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Devlog & Notizen aus der Werkstatt

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Weiter geht’s

So, ich habe „Drakensang“ endlich durchgespielt und damit passen in meine Computerfreizeit auch wieder andere Dinge. Entsprechend kann es mit der Allreise auch wieder etwas zügiger voran gehen als in den letzten Wochen. Es sind noch anderthalb Kapitel offen und die werden nun mit Volldampf gefüllt (also mit viel heißer Luft ...).

Fanfarenstöße für die Eitelkeit

Das hochlöbliche RPG-Atelier hat wieder seine Umfrage gestartet, vollzogen und beendet, auf welches Projekt sich die Forengemeinde denn besonders freue. Da ich das hier so verbreite, liegt es nahe, wenn der werte Leser sich schon mental auf ein recht gutes Ergebnis der „Allreise“ einstellt und das nach allen Regeln billiger Werbedramatik nun auch erwartet. Richtig. Erster geworden. Das freut und treibt an.

Watteweich & Herzensgut

Erfolgreiches Quengeln hölt auch den härtesten Fels, heißt es bekanntlich an irgendeiner Stelle. Um so mehr ist damit erst bei einem Objekt zu verrichten, das unter einer schaumig-seligen Wohlfühlschale ohnehin nur einen Kern aus reinster Liebenswürdigkeit aufzuweisen hat. Richtig, die Rede ist von mir. Und nach etlichen Anfragen, was denn eigentlich einmal wieder mit neuen Bildern sei, zeige ich nach all der Zeit des Farbengeizes wieder etwas*. Der Bilderbereich hat Nachwuchs erhalten. (* Nein, aus dem aktuellen Spielfortschritt gibt es nichts zu sehen, trotzdem sind die Bilder neu. Das nenne ich einen lupenreinen Kompromiss.

Erst Grafik, dann Teetrinken

Dank der Aktionswoche der eindeutigen Überschriften sollte jeder auch ohne den hier nachfolgenden Text wissen, was gemeint ist. Ich bin aber umständlich genug, das trotzdem etwas auszuführen. Also: Die Arbeiten am vorletzten Kapitel gehen zur Zeit zügig voran. Das liegt unter anderem daran, dass ich meine Arbeitstechnik auf den letzten Metern umgestellt habe. Ich habe mir erst einen Grundstock an Chipsets (das sind die Grafikkacheln, aus denen sich die Spielwelt zusammensetzt) gebaut, indem ich fleißig zusammenkopiert, umgefärbt und teilweise selbst gepixelt habe, und verfüge nun über eine fertig bestückte Arbeitskiste, in die ich nur noch hineinzugreifen brauche, um neue Areale zusammenzusetzen. Das geht tatsächlich etwas flotter, als immer erst dann für Grafik zu sorgen, wenn man sie auch tatsächlich benötigt. Vielleicht behalte ich diese Umsicht sogar für das Finalkapitel bei.

Spielfortschritt

Es ist an der Zeit, den Fortschrittsbalken ein erhebliches Stück in Richtung Fertigstellung zu verschieben. Ich hatte nun so lange an einem Kapitel herumgebastelt, bis ich meinte, nun sei es genau so, wie ich es ursprünglich haben wollte. Zwar nicht wahnhaft perfektionistisch, aber doch mit vielen hübschen Details versehen, ist es abgeschlossen. Jetzt bleiben noch zwei Kapitel - einschließlich des Finales - und dann ist das Spiel fertig. Konkret heißt das: 90% sind geschafft.

Amiga

In alten Mären geht die Kunde von gar wunderlichen Taten der Altvorderen. Sie sollen, so wagen es Chronisten aus den Tiefen der Zeit zu berichten, an Spielen Freude gefunden haben, die ohne 3D-Grafik auskamen. Halte aus, Wanderer, und wende Dich nicht schaudernd ab! Eines dieser Opa-Geräte, auf denen früher gespielt wurde, war der Amiga. Und was soll das nun alles? Nun: Diese alten Spiele sind grafische Fundgruben. Sie enthalten vergessenes (und damit scheinbar unverbrauchtes) Material, ihre Bilder lassen sich ohne größere Verluste in das farbenenge Gerüst des RPG Makers zwängen, sind vielseitig verwendbar und sehen zu alledem noch sehr gut aus - kein Wunder, auch damals gab es schon professionelle Entwicklerteams. Dank Seiten wie dieser finde ich nun immer schnell etwas passendes für meine Zwecke und das kommt der Entwicklungsgeschwindigkeit der „Allreise“ natürlich sehr zugute. Danke, Amiga.

Ehrenrettung

Die Hitze ist unerbittlich, doch ich bin es auch. Bei strahlend schönem Sonnenschein habe ich mich vor meinem Rechner verbunkert, kultiviere edle Blässe, spotte der fröhlichen Schar, die durch Gärten und Parks lustwandelt und klicke lieber ein paar neue Spielbestandteile zusammen. Der Mühe Lohn? Endlich hat es eine der abgegriffensten Rollenspielaufgaben auch in die „Allreise“ geschafft. Die wackere Heldenschar muss sich nun auf die Suche nach sieben besonderen Etwas begeben, um einen wichtigen Schritt nach vorn überhaupt gehen zu dürfen. Zumindest sind es keine Kristalle der Macht. Nein, es sind auch nicht die sieben Zwerge. Von der Umsetzung verspreche ich mir nichts weniger als die vollständige Rehabilitation dieses zu Unrecht als fade und ausgelaugt verschrienen Spielmittels. Vielleicht gelingt mir das sogar teilweise, immerhin ist es mit ein wenig „Gehe von A, dann nach B und schließlich zu C“ nicht getan, um die Schwierigkeiten des Weges zu meistern.

Geistiger Diebstahl?

Aber nein, es heißt Reminiszenz an ein Original unter weitgehender Nutzung seiner Bestandteile. Und diese Arbeitsmethode beschert mir immer wieder Früchte, die einfach so in meinen Schoß fallen. Neulich plünderte ich „Live a Live“ (ein altes Konsolenspiel) und bin nun stolzer Besitzer neuer Musikstücke, Grafiken und - am wichtigsten - Spielideen. Ich werde sie kühn und dreist als unverbraucht ausgeben, denn das alte Original kennt ohnehin niemand mehr. O quam cito gloria mundi transit. Auf deutsch: Der „Allreise“ geht es prächtig.

Kombinatorik

Nein, der heutige Eintrag hat nichts mit höherer Rechnerkunde zu schaffen; wie auch, davon verstehe ich schließlich selbst nichts. Ich hatte einfach von dem andauernden schönen Wetter genug und mich in die kühlen Schatten meines Kellerloches vergraben, in dem ich an meinem Spielchen bastele. Hier nun konnte ich eine kleine Etappe fertigstellen, die vom werten Spieler ein wenig Kombinationsgeschick verlangt, um sie zu lösen. Nichts, was eines Sherlock Holmes würdig ist, aber dessen Hilfe ist auch nicht nötig - und wer die Demo schon kennt, weiß ohnehin, was von der Hilfe des Meisterdetektives zu halten ist.

Abspannaufruf

Hä? Ist „Die Reise ins All“ etwa fertig? Nein, noch lange nicht. Aber trotzdem mache ich mir schon Gedanken, wie ich das Spiel ausklingen lassen werde. Ein wesentlicher Bestandteil soll da die Danksagung an die vielen Helfer werden. Und genau da liegt das Problem. Innerhalb der recht langen Entwicklungszeit kam einiges an Hilfestellungen (inhaltlicher Austausch, Grafiken u.ä.) zusammen, worüber ich mittlerweile den Überblick verloren habe. Ich möchte aber auch niemanden vergessen. Daher: Wer sich noch an irgendeine Tätigkeit seinerseits erinnern kann, die in die „Allreise“ oder schon die Demo eingeflossen ist, sagt auch auf Verdacht hin bitte einfach Bescheid; entweder per Mail oder in den einschlägigen Foren. Dann kann ich jetzt schon anfangen zu sammeln und habe später eine (hoffentlich) komplette Liste, die ich in die Abspanngrafiken einbauen kann.

Mikroskopieren

Die tapferen Helden sind auf einem guten Weg, dereinst im Gehäuse einer Vollversion wandeln zu dürfen. Damit das Abenteurerleben auch abwechslungsreich bleibt, werden die Gefahren nicht nur größer und mächtiger, sondern gelegentlich auch kleiner. Mikroskopisch klein geradezu. Echte Entdecker können sich nun auf ein Rätsel freuen, das nur mit Hilfe eines Mikroskopier-Minispiels zu lösen ist. Und weil ich schon so lange bildergeizig war, gibt es zur Feier des Tages davon sogar eine Ansicht im Bilderbereich.

Etappensprung

Wie schon der letzte Eintrag beginnt auch dieser mit einem „E“. Für Kontinuität ist aber auch in weiterer Hinsicht gesorgt, denn „Die Reise ins All“ steht vor ihren letzten drei Kapiteln. Zur Zeit bastele ich gerade an den Übergangsszenen. Da ich es als zutiefst langweilig empfinde, überlange Erzählblöcke in Spiele einzubinden, gestalte ich den Szenenübergang komplett spielbar. So kann ich mich in Details austoben, die Spielwelt mit ein paar weiteren entdeckerfreudebelohnenden Nischen ausstatten und dem Spieler die Freiheit in die Hand geben, selbst zu entscheiden, wie viel er von den Zusätzen mitnehmen möchte. Es ist demnach an der Zeit, den offiziellen Fortschrittsbalken wieder ein Stück in Richtung der Zielmarke zu verschieben und genau das tue ich jetzt und zwar im Stile allergewissenhaftester Genauigkeitsmanie: „Die Reise ins All“ ist nun bei sechshunderteinundsechzig Achthundertachtundfünfzigsteln angelangt.

Elementsystem

Nun ist es geschafft: Das Elementsystem ist komplett ins Spiel integriert. In der Demo zur „Reise ins All“ existierten schon erste - noch etwas unausgegorene - Stümpfe in Form bestimmter Gegneranfälligkeiten auf gewisse Attacken. Mittlerweile habe ich das abgerundet und ausgebaut. Für die nötige Übersichtlichkeit sorgt dabei die bereits vorgestellte Monsterfibel. Jetzt kann mit einer klug gewählten Kombination aus Waffen, Angriffstechniken, Zaubern und den neuen Kampfgegenständen selbst der ekligste Gegner effizient bekämpft werden. Ich habe einmal ein Beispiel in die Bildersektion gestellt. Auf Wiedersehen, schnödes Entergekloppe.

Frohe Ostern

Passend zum Fest der Auferstehung kann ich dann hier die Nachricht einschieben, ein recht spaßiges und mit Sicherheit sehr atmosphärisches Kanonierspiel ganz besonderer Art fertiggestellt zu haben. Es war ein wenig aufwendiger als andere Minispiele, ist dafür aber auch ein fester Bestandteil des Hauptkerns der „Allreise“; d.h. im Gegensatz zu anderen Minispielen ist es bei diesem ausnahmsweise einmal wichtig, es zu bestehen. Und irgendwann gibt es vielleicht sogar einmal Bilder davon.

Sicherheitsgurt & Helmpflicht

„Gedenke des unwägbaren Schicksals Trachten!“, rief die gute Fee voller Wohlmeinen und schmunzelte erwartungsfroh zu mir hinüber. Ich glotzte ein wenig benommen zurück und wusste nicht recht, was die Dame da von mir wollte. „Mach’ eine Sicherungskopie, Dummchen“, präzisierte sie und da hatte sie endlich meine Wellenlänge getroffen. „Mensch, gute Fee!“, rief ich aus, „das ist ja total weise und so.“ „Siehste“, gab sie zur Antwort und schwebte von dannen. Nun liegt „Die Reise ins All“ wohlverwahrt auf einem Stick und bei der Gelegenheit kann ich ja einmal trockene Statistikkost zum Besten geben. Also: Im derzeitigen Zustand stapeln sich 1.500 Dateien zu einem 23 MB großem Spiel, das mittlerweile bei über 500 Maps (~ Spielfelder) angekommen ist. Na wenn solche Meldungen nicht die Fantasie beflügeln, weiß ich auch nicht mehr weiter.

Earth Rocks

Das Magazin Earth Rocks ist auf mein kleines Spielchen und damit so nebenbei auf die bunte, fabelhaft Welt des RPG-Makers aufmerksam geworden und möchte mir sogar einen kleinen Tummelplatz zur schonungslosen Selbstdarstellung und anderer Aktivitäten einräumen. Na für so ein Angebot rühre ich doch gleich einmal die Werbetrommel: Earth Rocks! Earth Rocks! Earth Rocks! Was? Zu subtil? Na gut: EARTH ROCKS!

3/4 fertig

Ich habe einen weiteren Etappenschritt in Richtung Vollversion der „Reise ins All“ zurückgelegt. Wenn ich nun zurücksehe, kann ich erkennen, dass 3/4 des Weges schon hinter mir liegen. Das letzte Viertel sollte dann auch noch zu schaffen sein. In diesem Sinne gehe ich dann einmal weiter schaffen.

Flugmaschine

Was wäre eine Welt im Stile Jules Vernes ohne fantastische Apparaturen und Gefährte? Richtig - gar nichts. Entsprechend wird kein Aufwand an Nieten, Kohle und Stahlplatten gescheut, möglichst imposante ... äh... Dinger zu präsentieren. Im Bilderbereich darf nun ein Kurierflügler besichtigt werden. Und wen dieses Bild nicht beeindruckt, der braucht sich „Die Reise ins All“ gar nicht erst zu saugen. Beeindruckender wird es kaum noch.

Abgeräumt

„Die Reise ins All“ hat bei der diesjährigen Wahl zur Demo des Jahres des RPG-Ateliers gleich beide begehrten Trophäen kassiert. Sowohl die Spieler als auch die Macher wählten das Projekt auf den ersten Platz. Sobald mein Goldfieberanfall abgeklungen ist, nehme ich das mal als zusätzlichen Ansporn, der Demoversion auch eine Vollversion folgen zu lassen. Aber jetzt trolle ich mich wieder vor meine Pokalvitrine und bin weiter stolz.

Lobhudelei

Es bleibt bahnbrechend. Diesmal wird mein Enthusiasmus durch den Umstand befeuert, dass es „Die Reise ins All“ in das ehrenwerte Spitzentrio der Wunschliste des RPG-Atelier-Forums geschafft hat. Was bleibt mir da schon anderes übrig, als an der Pokalvitrine anzubauen. Bei der Gelegenheit erhöhe ich stolzgefüllt den Statusmesser der Vollversion auf 70%.