Wort zum November

Alles, was über fünf beteiligte Akteure hinausgeht, bezeichne ich als Massenpulkszene und genau eine solche habe ich jüngst fertiggestellt. Das sind zwar immer kleine Zeitfresser, aber davon lasse ich mir gern die halben und vollen Stunden wegknabbern, denn beim Bauen und Dirigieren solcher Miniszenen (samt Einsturz, Schockgefrieren und allgemeinem Tumult in der Technik) kommt bei mir selbst eine Spielfreude auf, wie man sie empfindet, wenn alle Stifte exakt nach Farbe sortiert, alle Nachbarskinder akribisch in eine Aufstellung nach Körpergröße gezwungen oder in einem Aufbauspiel endlich die geplanten Produktionsstrecken errichtet wurden. Wenn schließlich alles spurt, lächelt auch der deutsche Mann. Für „Wolfenhain“ sind diese größeren Szenen eines meiner erzählerischen Mittel, um ein wenig Schicksalsverknüpfung zu spielen. Nicht jeder NPC lebt so vor sich und sorgt sich ausschließlich um die 10 Blatt Kraut aus dem nahen Moor. So mancher Lebensweg erhält auch durch die Berührung der Helden eine andere Richtung und die „Massenpulkszenen“ nutze ich auch als Illustration der Verwobenheit. Damit es nicht zu starr wirkt, baue ich in längere Arrangements Inseln spielerischer Aktivität ein. Auf die Weise entstand auch gerade wieder ein Minispiel, das die Reflexe peinigt (weichlicherweise enthält es auch den Nachsichtmodus).