Fantasywelt mit Fußabdruck

Mir gefallen Fantasywelten, die den Eindruck erwecken, als kämen sie nicht frisch aus dem Presswerk und dienten ihre glänzende Oberfläche nur der vorübergehenden Klickwut an. Ich habe es lieber, wenn mir ein Rollenspiel vorgaukelt, seine Welt sei nicht nur die Kulisse meines Tastaturtreibens, sondern habe auch Herkunft. Als Spieler bin ich gerade so noch uneitel genug, die Setzung ertragen zu können, vor meiner Figur hätten bereits andere die Welt betreten und dort ihre Spuren hinterlassen. Folglich kann ich mich ganz der Freude an illusionierten Geschichtsebenen hingeben, dem Gewinn an Mythos, an Stätten mit Geschichte, an fortwirkendem Ursprung. Derart eingebettet, verströmen versunkene Grüfte oder alte Wege gleich einen viel unterhaltsameren Reiz und das ist etwas, das ich für „Wolfenhain“ auch herzustellen versuche. Und einen Vorwand für nette Zusatzgrafiken bietet so eine Fantasywelthintergrundgeschichte natürlich auch noch obendrein.