Jahresendeintrag

Bevor ich in den nächsten Stunden dazu übergehe, nur noch nach vorn aufs neue Jahr zu blicken und meine Gedanken an irreale Vorhaben und Besserungsgelöbnisse verschwenden werde, sehe ich noch einmal über die Schulter zurück auf 2013, welche Einflüsse „Wolfenhains“ Entwicklung spielerisch formten.

Zunächst waren da etliche aktiv geführte wie passiv verfolgte Diskussionen über das ebenso übliche wie naheliegende Thema der verschiedenen Möglichkeiten, ein Rollenspiel aufzuziehen. Letztlich habe ich mich dazu verleiten lassen, Wolfenhain auch spielmechanisch einen weiteren Tick in Richtung West-RPG zu verschieben, um dem Spieler einen wenigstens dezenten Einfluss auf die Entwicklung der Heldenwerte zu gestatten.

Auch der Karawanenzug der Spielentwickler in Richtung Einheitsgenre (welterkundendes Actionadventure mit Rollenspielanteilen) hat meine Kompassnadel neu eingekreiselt und bescherte über eines Gedanken Winkelgang hier zu umständlich darzulegender Reiseroute „Wolfenhains“ Helden weitere Charakterfähigkeiten, die nicht auf Kampf abzielen, sondern sich während der Welterkundung lohnend einsetzen lassen. Auf das Talent „Fingergeschick“ ging ich bestimmt schon ein, zu „Augenmerk“ habe ich - glaube ich - noch gar kein Wort verloren.

Schließlich dachte ich inmitten der anhaltenden Zombieschwemme in Filmen, Büchern und Spielen wiederholt: Mist! Der Wiedergänger ist ein schönes Motiv, über dessen wahrhaftige Existenz schon die eisenzeitlichen Vorfahren nicht im Zweifel waren - sagen zumindest Fachleute der Grabfundinterpretation. Und für mein ans Germanische angelehnte „Wolfenhain“ ziehe ich das Thema auch weiter durch. Meine Ideen an ein kommendes Postapokalypseprojekt liegen hingegen erst mal vollständig auf Eis, da mir der gemeine Atommutant zu nahe am Virusinfizierten und daher in zu dichter Nachbarschaft zum Zombie siedelt. Egal, 2014 steht eh „Wolfenhain“ im Vordergrund und damit wäre ich dann doch wieder beim Blick nach vorn gelandet.