Tempomat
Gelegentlich habe ich dieses Finalfieber. Nur noch an einer Hand abzählbare Hauptpunkte trennen mich von einer Version „Wolfenhains“, die in den Betatest gehen könnte und ich beobachte interessiert, wie mein Bleifuß nach dem Gaspedal giert. Das Ziel zieht mich an, da kann ich nicht viel gegen machen, weil menschlich und so. Ich kenne indes aus meiner Spielererfahrung einige Spiele, die es sich auf den letzten Metern selbst verdarben, weil sie zu hetzen begannen, ihren Sinn für den zuvor etablierten Rhythmus verloren und im Endspiel schludrig zu wirken begannen. Vor so einer Selbsthatz möchte ich mich bewahren. Disziplin wäre eine Option, wäre ich ein anderer. Was ist schon ein Panzer aus Zucht und Trutz, wenn die schnelle Erfüllung lockt? „Iss das nicht.“ „Guck ihr in die Augen.“ „Spende mal für irgendwas.“ - Alles richtig, alles einsichtig, doch am Ende verbrüdere ich mich immer mit der anderen Alternative. Nein, nein, auf reine Freiwilligkeit darf ich nicht bauen, wenn ich es mit mir selbst zu tun bekomme. Folglich knechte ich mich mit einem Knebelvertrag. Ich habe eine Liste all der Dinge aufgesetzt, die ich neben den Hauptpunkten zusätzlich noch in „Wolfenhain“ sehen möchte. Und das wird abgearbeitet, Bleifuß hin oder her.