Sommermilde

Mühselig ist das Leben eines Endzeitwanderers, denn hart sind die Bewährungsproben und kärglich der Lohn - sagt zumindest der Spieler. Wonnegleich lässt es sich in der Atomöde schmausen, denn die Speisekammern dieses Schlaraffenlandstrichs sind bis zum Bersten mit Funden gefüllt - behauptet der Entwickler. Wer hat denn nun Recht? Zum Glück wendet man sich mit dieser Frage an die hiesige Unparteilichkeit und diese sagt: Selbstverständlich ich! In „Endzeit“ wartet unter nahezu jedem Stein ein PAB-Depot. Da hoppele ich mit meiner Schürze durch das belgische Land und streue mein Endzeitgold jauchzend in die Winkel, die kommenden Wanderer bedenkend und wissend lächelnd, und was ist? Es ist angeblich zu wenig Gold im Spiel, man komme einfach auf keinen grünen Zweig, man versuche es ja, aber die Mühen, die Inflation, das Wetter, ja, ja, ja.

Na gut, breitgeschlagen, totgenervt. In der finalen Folge verankere ich eine Möglichkeit für alle Geplagten, ihre ach so knappen! Ressourcen nicht gleich wieder für die ach so teuren! Heilmittel ausgeben zu müssen. Ein Spiel über den Atomkrieg lehrt eben auch den Wert der friedlichen Koexistenz, selbst der zwischen Spieler und Entwickler. Und wenn ich dann noch so schmuckschöne Kreativgaben wie dieses Portrait des Heldentrios erhalte, wird sogar ein Herz wie das meine weich. Sagt fliegevogel euren Dank.