Die Wahrheit über Kent

Als ich durch die Gänge meines örtlichen Supermarkts schlenderte und mir einen Moment vorstellte, ich sei mitten im Naturkundemuseum, geriet ich in die richtige Stimmung, um Betrachtungen über das Wesen der mutierten Menschheit nach dem Atomkrieg anzustellen. Schon an der Blumenkohl-Auslage erkannte ich, wie radikal man biologische Ausformungen denken könnte. Warum soll eine Atombestie kein Schwarm aus farblich bedenklichen Gnubbelknolldingern sein? Als ich den Rhabarber passierte und mein Schrei „Nein! Soweit kann ich nicht gehen!“ durch den Laden gellte, nahm ich einige der verdutzten Mienen meiner Miteinkäufer als zusätzliche Inspiration mit nach Hause. Dort setzte ich mich ans Zeichenbrett, verwarf allzu haarsträubende Vorstellungen über die Beschaffenheit eines Engländers aus der Gegend um Kent zugunsten kühler Logik, indem ich fragte, welche Gestalt besonders günstig sei, um als Kenter Atombestie nach dem Atomkrieg nach Belgien zu gelangen und lehnte mich anschließend zufrieden zurück. Zwingender wurden naturkundliche Expertise und eine durch Videospiele geformte Fantasie noch nie miteinander in Einklang gebracht.