Bin fast da
Ist der Fortschrittsbalken etwa eines dieser Installationsprogramme, die sich erst mit sichtbarer Geschwindigkeit auf die 90% hochschrauben, nur um dann dort einfach zu verharren? Ich möchte die Frage mit dem Klassiker des Antwortpaares angehen, nämlich einer guten und einer schlechten Nachricht. Die gute geht so: Ich baue, es geht voran. Dabei baue ich auf Spielspaß hin, nicht auf Tempo. Wenn ich für einen Spielbestandteil länger benötige, nehme ich mir die Zeit, wenn ich ihn dadurch so hinkriege, wie ich ihn haben möchte. Das gilt für finale Pixeleien wie für finale Technikjustierungen wie auch für die Texte, die immerhin das Spiel ohne Logikholperer abschließen und die Erzählfäden zum finalen Strang vereinen sollen.
Wie jetzt? Das war die gute Nachricht? Was wird denn dann die schlechte? Ich fliege demnächst in den Urlaub. Und jetzt kommt der Teil, an dem wir alle miteinander tapfer sein müssen. Eventuell ist „Wolfenhain“ bis dahin sogar betatestfertig, allerdings starte ich den Betatest erst, wenn ich wieder im Lande, also ansprechbar und reaktionsfähig bin. Bis dahin liegt womöglich eine finale Fertigfassung auf der Festplatte rum und macht, was Daten eben so tun, wenn keiner guckt. Vielleicht weht auch ein Busch vorbei und eine ferne Grille zirpt.
Zum Glück endet der Eintrag heiter, er endet mit einem bunten Bild. Die drei Helden kämpfen wieder mal. Ich achte dabei immer/meist nicht nur auf die technische Seite der Kampfbalance, sondern gucke auch auf die erzählerische Verträglichkeit von Gegner, Umwelt und momentaner Heldensituation. Auf die Art können Kämpfe ihren narrativen Beitrag tiefer ausschöpfen, als wenn nur ein Zufallsgenerator aus einem beliebigen Monsterfundus dem Spieler was entgegenspuckte. Der Gegner hier ist übrigens ein „Hüter“ und wer Waldradas Eule auf die Feinde ansetzt, kann auf Wunsch immer noch etwas mehr über sie erfahren, auch jenseits von HP und Stärken/Schwächen. Der nächste Eintrag wird vermutlich (haha) den Betatestbeginn anzeigen.