7/10 und 9/10
Insgesamt würde ich „Pillars of Eternity“ ordentliche 7/10 Punkten auf meiner persönlichen Wertungsskala geben, worin auch die Antwort steckt, was ich mir eigentlich zu treiben erlaube, wenn ich den Rechner zu anderen Zwecken als eilfertiger Spieleerstellung aktiviere. Wer „Baldur’s Gate“ mochte, wird mit dieser in geschmackvollen Szenenbildern dargereichten Ehrerbietung an gealterte Rollenspiele bestimmt auf seine Kosten kommen. Mir war es ein bisschen zu sehr dem Gefallen der Traditionalisten verpflichtet, auch die Texte brauchten eine lange Leselunte, bis sie mal auf etwas Zündenes zuliefen. Überdies stand sich für meinen Geschmack die Spielmechanik ein paar Mal zu oft selbst im Weg (Kampfsteuerung, Informationsweitergabe, Charakterentwicklung). Aber der Großteil funktioniert, Erkunden macht Laune, spiele ich zu lässig, kriege ich aufs Maul, dennoch habe ich Raum zum Probieren. Das passt für mich, entsprechend überdurchschnittlich finde das Spiel.
Und „Wolfenhain“? Habe ich es etwa gewagt, mein Projekt zu vernachlässigen? Das kriegt auch Punkte, denn gerade habe ich den vorletzten Arbeitsschritt abgeschlossen, somit steht nur noch das Finale aus und der aktuelle Stand heißt: 9/10.