Wärmende Statistik zum Januarfrost
Ich habe den Spielordner geöffnet und mit frisch gespitztem Stift gezählt: Bisher 400 Maps, 200 Charsets, 1.000 Pictures. Warum gerade so? Warum gerade diese Mischung? Eigentlich sollte ich es wissen, immerhin entwickle ich ja die Grundlage dieser Zahlen, dennoch war ich insbesondere über das Verhältnis erstaunt. Dass ich nicht tausende Maps im Spiel habe, dachte ich mir immerhin schon selbst, denn viele Spielfelder werden nicht einfach abgehakt und abgelegt, sobald der Spieler hindurch huschte, vielmehr schichte ich wie bei einer aufwändigen Torte teils mehrere Handlungsebenen übereinander. Nicht nur die Helden, auch die Spielweltgegenden erleben die Handlung und reagieren in ihrer Logik auf die Entwicklungen. Entsprechend wiederkehrkompatibel sind etliche Schauplätze samt ihrer Bewohner eingerichtet und mit der Handlung verschränkt; entsprechend große Inhaltsmengen kann ich in die Schauplätze stopfen, weil sie als chronologisch aufragende Schrankfachstapel organisiert sind.
Und warum „nur“ 200 Charsets? Das wären gerade einmal doppelt so viele wie bei „El Dorado 2“, obgleich ich in „Wolfenhain“ ein Vielfaches des Personals einsetze. Habe ich einfach nur gut gepackt und eine entsprechend hohe Fülldichte fabriziert? Wohl nicht. Ein Grund sind eher die 1.000 Bilder. Während ich früher selbst aufwändige Kulissen aus Einzelkacheln zusammensetzte, wie es der RPG Maker ja auch vorsieht, packe ich ein derartiges Bauwerk mittlerweile meist als ein einziges großes Bild in die Szene. Das leert den Chip- und Charset-Ordner, bläst den Picture-Ordner auf und birgt in der schmucklosen statistischen Zahleninformation die doch recht interessante Information über das Mischverhältnis aus Standardbauten und Unikaten. Und wer keinen RPG Maker hat, wird mit alldem nicht mal was anfangen können.