Prüfsteinparcours

In ereignislosen Jahren kann ja jeder Spiele entwickeln, sagte das Geschick und prüfte mich, ob ich auch wirklich an „Endzeit“ hänge. Hier mal ein Stöckchen in die Speichen, dort mal eine Störung aus unvermuteter Richtung und weil ich ein zäher Aufrappler war, gab es noch den Wassereimer über der Tür mit der Corona-Aufschrift. Das lästige Geknuffe mag bremsen, aber letztlich mündet es immer in derselben Situation: Ich klopfe mir den Staub vom Sturz aus den Klamotten, zupfe mir die Disteln aus dem Haar und setze mich wieder an die Tastatur, um unverdrossen weiterzuentwickeln. Die Sondersituationsballung namens „2022“ verhagelte mir meinen Zeitplan, aber nicht meine Laune. Kaum öffne ich das Programm, beginne ich bereits wieder vergnügt nach Pflanzstätten für abschließende Details zu spähen, habe meine Freude beim Setzen des Schlusssteins des Handlungsbogens und lasse sogar ein wenig sentimentale Rücksicht walten, indem ich einige harsche Schwierigkeitsspitzen nachträglich etwas abfeile. Eine letzte Map fehlt noch. Auch die wird geschafft.