Pixelgrafiken

Pixeln macht Spaß. Aber weil ich es nicht nur zum Selbstzweck, sondern eben auch zweckgebunden betreibe, sehe ich schon zu, mich bei der Bastelei nicht in der Schönheitschirurgie jedes einzelnen Bildpunktes zu verlieren. Wie schnell man etwas Eigenes fertigstellen kann, erkläre ich flugs am Beispiel der Grafik eines alten Hafenkrans.

  • 1. Erst suche ich mir ein Vorbild, wobei ich schon oft genug im illustrierten Modellbau fündiger als in historischen Bildsammlungen geworden bin.
  • 2. Der zweite Arbeitsschritt ist in diesem Fallbeispiel der einzig kreative, denn nur hier schaffe ich wirklich selbst. Ich zeichne in einer auffälligen Farbe die Umrisslinien. So gänzlich befreit von räumlichem Vorstellungsvermögen sollte man besser nicht sein. Dann fülle ich die Flächen aus, um mir für das Weitere einen Eindruck der Lichtverhältnisse zu geben. Die Sonne strahlt bei mir immer von links, dann passen auch alle Grafiken zusammen.
  • 3. Der letzte Schritt hat den größten Anteil an der späteren Wirkung, ist aber der einfachste: Ich verkleide die gefüllten Flächen mit einer Textur. Da ich sehr viel mit den REFMAP-Grafiken arbeite, habe ich kein Problem, umstandslos die passende Grafik für die gewünschte Materialart zu finden. Zudem wird sich das fertige Bild auch nicht mit der übrigen Umgebung beißen. Indem ich meine Grafik wie eine Malerschablone behandle, lege ich sie einfach auf die Texturfläche auf, die dann die freigestellte Fläche ausfüllt - fertig.

Auf die Art kann man mit vertretbarem Aufwand das eigenen Spiel schon rein äußerlich mit etwas Unverwechselbarem versehen, im Idealfall sogar mit einer eigenen Note.