Frohes neues Jahr

Und damit gehen wir gleich zur Apocalypse über. Die Feiertage sind auch an mir nicht spurlos vorbeigegangen, denn inmitten all des Lächelns, der erwartungsfroh geröteten Wangen und des Glühweinlallens fand ich endlich die Farbe, die meine atomare Verwüstungsöde von einem ästhetisch wenig inspirierenden Graubraunmatsch abheben solle: Rot. Vielen Dank, Weihnachten, du machst selbst die Postapocalypse schöner. Unten präsentiere ich ein Szenenbild meines aktuellen Projekts „Endzeit“. Die Aufnahme stammt nicht aus der unmittelbaren Umdrömmelgegend eines Nukleareinschlags, darum steht noch einiges so halbwegs aufrecht und ist lediglich tödlich verstrahlt. Dem Helden macht das wenig, doch dazu später mehr. Wie man eventuell schon andeutungsweise sieht, wird „Endzeit“ in den 60er Jahren spielen, demnach also im Jahrzehnt der Kinowerdung James Bonds, in der letzten Dekade vor dem Heimcomputer, inmitten des silbernen Zeitalters der Superheldenbildergeschichten sowie in der Zeit, als Hass noch eine außenpolitische Option unter Atommächten war. Und es gab Lavalampen.