Fachsimpelei
In meinem Spiel fliegen die Menschen tiefgekühlt ans Ziel. Es gibt für bemannte Langstreckenflüge hinaus in All natürlich noch das Alternativmodell in Form eines Generationenraumschiffs: Unterwegs bleiben einfach alle wach und weil die Reise bei halbwegs realistischer Antriebsleistung nun mal enorm lange dauert, muss sich die Besatzung eben fortpflanzen und die Geschicke den Nachfahren anvertrauen, bis dann irgendwann die Urururusw.-Enkel die Landung am Ziel einleiten. Geht natürlich auch. Ich habe mich erzählerisch hingegen für die Reise als Tiefkühlfischstäbchen entschieden, um folgende Probleme eines Generationenschiffs zu umgehen:
- Wenn alle Hungrigen ruhen, reduzieren sich die erforderlichen Versorgungsmittel.
- Die Gefahr des sozialen Zusammenbruchs eines auf ständige, fehlerlose Weitergabe angewiesenen Generationenbandes der Besatzungsgesellschaft stellt sich nicht.
- Man entgeht der hässlichen Sinnfrage der Zwischengenerationen, die ja nur bloße Diener des Transits wären.
- Ein Paarzwang, eine Aufzucht der nächsten Generation und eine immer wieder aufs Neue gelingende Weitergabe des Wissens sind nicht nötig. Ein Generationenschiff kann sich keine verpatzte Staffelstabübergabe leisten.
- Bei einem Tiefkühlschiff behält die aussendende Gesellschaft die größtmögliche Kontrolle über die Zusammensetzung und individuelle Beschaffenheit der Besatzung.
- Nicht das gesamte Schiff, nur die Kapseln und ggf. die Brücke müssen gegen die kosmische Strahlung schützend ummantelt werden.