Das Bild im Kampf

Wesentliche Neuzugänge des Kampfsystems sind neue Gegner, Waffenausbauten und Kampftechniken, über die ich mich aber weder umständlich noch knapp verbreiten möchte, denn warum vorschnell etwas verraten, was am Ende eh jeder, der Interesse am Spiel hat, im direkten Einsatz erfahren kann. Weil so ein Gedanke allerdings in konsequenter Anwendung zur totalen Funkstille führte, werde ich ihn durchgängig partiell ignorieren. Im Anwendungsfalle des Kampfes führt mich das zu grafischen Belangen, die gar nicht mal nur rein äußerlicher Natur sind. In Wolfenhain sieht man während des Kampfes ununterbrochen die Kontrahenten. Helden rechts, Monster links. Man sieht die Helden auch, wenn sie gerade mal nichts machen - weder hauend noch gehauen werdend noch an Zuständen leidend oder von ihnen profitierend. Sie könnten währenddessen still stehen, doch da Bewegung nicht nur augengefälliger ist, sondern auch besser zur dynamischen Situation eines Kampfes passt, nutze ich für den Stillstand keine Habacht-Pose, stattdessen hat jeder Held seine Leerlaufanimation. Bislang hampelte Brun nur so herum, ich glaube, meine gestalterische Idee lautete: „Irgendwie halt“. Das ist gewiss auch ein Motiv, nur nutzt es das erzählerische Potenzial des Bildes nicht so richtig ausschöpfend. Hab ich inzwischen korrigiert. Nun hat jeder der Helden seine Leerlaufanimation, die neben reiner Bewegungsvermittlung auch etwas über ihn aussagt. Gisulf steht für „Auf’s Maul!“ ein, Waldradas Motorik bezeugt ein „Na komm!“ und bei Brun schließlich darf fortan an so etwas wie „Wehe Dir, Schurke!“ gedacht werden.