Die Reise ins All

  • Vollversion
  • 2008
  • RPG Maker 2000

Eine Allreise! Was heute niemanden mehr so recht vom Hocker zu reißen vermag, war gestern noch ein Abenteuer und vorgestern ein fernes Traumgespinst. Was liegt also näher, wenn man eine spannende Geschichte erzählen möchte, als sich ins Vorgestern zu versetzen...

Und hier stoßen wir sogleich auf den großartigen, unerreichten, musenumschwirrten, göttergleichen Jules Verne. Mit anderen Worten: Ich halte ihn für einen lesenswerten Schriftsteller. Wer Jules Verne nicht mag, kann sich demnach Lebenszeit sparen, indem er diesen Text einfach nicht weiterliest. Ist noch jemand da? Hallo? Ah, fein. Also:

Auf den folgenden Seiten möchte ich mein Spiel "Die Reise ins All" vorstellen. Das Spiel versetzt den werten Spieler in die vergessene Welt des ungebremsten Fortschritts. Dank Kohle, Stahl und Forscherdrang kann jede Grenze durchbrochen werden. Und selbst der Vorstoß in die unbekannten Weiten außerhalb unseres Planeten rückt mancherlei in Reichweite.

Dieses Spiel wurde mit dem RPG-Maker 2000 erstellt.

„Meine Güte, ist das lustig“, denken wir immer wieder, als wir die Reise ins All spielen. Das mit dem RPG Maker entstandene, kostenlose Adventure bietet derart gute Unterhaltung, dass es sich locker mit Vollpreis-Titeln messen kann. … Fazit: Unbedingt spielen!

GameStar 06/2012
Üble Strolche hüllen sich gewohnheitsmäßig in panzerndes Blech.

Üble Strolche hüllen sich gewohnheitsmäßig in panzerndes Blech.

Die Zukunft rußt.

Die Zukunft rußt.

Wenn der Untertan noch seinen Platz kennt, ist Leutnant von Mackwitz in seinem Element.

Wenn der Untertan noch seinen Platz kennt, ist Leutnant von Mackwitz in seinem Element.

Feinster Zeichentrick trifft auf erschütternde Dramatik: Fleißige Erkunder werden mit solchen Filmchen für erreichte Zwischenziele belohnt.

Feinster Zeichentrick trifft auf erschütternde Dramatik: Fleißige Erkunder werden mit solchen Filmchen für erreichte Zwischenziele belohnt.

Die neue Zeit rast fortschrittsgetrieben dahin. Man muss sich eilen, um Schritt zu halten.

Die neue Zeit rast fortschrittsgetrieben dahin. Man muss sich eilen, um Schritt zu halten.

Es reicht zwar nicht, nur die technischen Errungenschaften meistern zu können, um das Abenteuer zu bestehen, aber es hilft.

Es reicht zwar nicht, nur die technischen Errungenschaften meistern zu können, um das Abenteuer zu bestehen, aber es hilft.

Auf ihrer Reise ins All finden die Helden allerlei Hochtechnologie, unter anderem zahlreiche Waffen, die Leutnant von Mackwitz liebend gern ausprobiert. Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Animation für das Kampfsystem.

Auf ihrer Reise ins All finden die Helden allerlei Hochtechnologie, unter anderem zahlreiche Waffen, die Leutnant von Mackwitz liebend gern ausprobiert. Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Animation für das Kampfsystem.

Handlung

Wir schreiben das 19. Jahrhundert. Die Technik erobert die Welt. Alles dampft, zischt, raucht und ist schneller als je zuvor. Städte bersten schier auseinander vor den tummelnden Massen. Wo zuvor die Kathedralen das Stadtbild bestimmten, recken sich nun die Schlote der Fabriken und schwängern die Luft mit purem Fortschritt. Die Zivilisation ist auf ihrem endgültigen Gipfel.

Auf der diesjährigen Weltausstellung verblüfft Professor Heisen die Menge mit unerhörten Neuerungen. Seit seinem mysteriösen Verschwinden auf einer Expedition und seinem ebenso überraschenden Auftauchen wenige Wochen später hatte sich dieser wackere Gelehrte in seinem Labor vergraben. Monatelang. In dieser Zeit scheint seine Kreativität förmlich explodiert zu sein. Wie sollte man seine neuen genialen Apparaturen auch sonst erklären? Aber Heisen will noch weit höher hinaus. Er plant eine Reise zu den Sternen.

Das Militär wird hellhörig, als es von Heisens Plänen einer gigantischen Abschussanlage erfährt, und schickt mit Leutnant von Mackwitz einen hackenknallenden Hundertprozentigen, der den schrulligen Professor für ganz andere Zwecke einspannen soll. Doch eine engagierte junge Journalistin, Fräulein Eleonore, wittert Verdacht und begibt sich auf die Fährte. Die Verwicklungen nehmen ihren Lauf, so dass erst noch einige Hindernisse auf der heimischen Erde aus dem Wege zu räumen sind, bis das große Abenteuer starten kann: Die Reise ins All.

Die Geschichte nimmt Ideen gleich mehrerer Romane Jules Vernes auf, fügt ein paar Prisen H.G. Wells sowie eine Tüte voller Atmosphäre des 19. Jahrhunderts hinzu, rührt das Ganze kräftig um und hofft und bangt und zittert, dass ein spielbares Etwas daraus entstehen möge.

Es ist nicht nötig, die alten phantastischen Romane gelesen zu haben, es schadet aber auch nichts (Auch jenseits der Belange dieses Spiels schadet es wirklich absolut nichts, Jules Verne & Kollegen einmal gelesen zu haben). Wer den Stil solcher Geschichten mag, wer dampfgetriebene Zukunftsentwürfe schätzt, wer Spaß an mutig-naiver Fortschrittsgläubigkeit hat, mag hier das Richtige für ein paar Stunden Unterhaltung finden.

Besonderheiten:

  • Dampf, Stahlrohre, Luftschiffe ... futuristische Technik mit den Augen des 19. Jahrhunderts.
  • Gastauftritte zahlreicher bekannter Roman- und Filmfiguren aus dieser Epoche
  • Planetenreisen
  • kleine Minispiele zum Knobeln
  • Rätsel und Kämpfe halten sich in etwa die Waage
  • kleine (KLEINE) Zeichentrickzwischenfilmchen
  • Elementsystem (Stärken und Schwächen im Kampf)

Helden

von Mackwitz

Leutnant
Uniform und Monokel sitzen tadellos. Der junge Offizier ist der geborene Kavallerist und möchte ständig mit dem Kopf durch die Wand. Zu seinem Leidwesen muss er feststellen, dass die Welt außerhalb seiner Kaserne nach anderen Regeln funktioniert. Kultur und Bürgersinn gehen ihm vollständig ab, aber er ist ein tapferer Kerl, der recht bald mit einigen Tricks im Kampf aufwarten kann.

Professor Heisen

Forscher
Seit der gute Professor auf seiner Expedition zu den alten Kulturen verschwand, um wenig später wieder aufzutauchen, umgibt ihn ein Geheimnis. Trotz seines kleinen Wuchses und des mittlerweile recht hohen Alters ist er ein furchtloser Forscher, der jedem Problem mit Willensstärke, Neugier und einer gewissen Dickköpfigkeit begegnet, bis er die Lösung gefunden hat. Mit seiner Art hat er nicht nur Freunde und seine wissenschaftliche Exzellenz verschafft ihm Neider. Besonders ein Widersacher macht dem Professor zu schaffen.

Fräulein Eleonore

Journalistin
Sie hat den Kopf voller Ideale und ist eine engagierte Verteidigerin der Freiheit. Wie alle Idealisten ist sie gewohnt unduldsam und forsch. Die talentierte Journalistin muss Acht geben, so nicht denen, die sie eigentlich bekämpft, immer ähnlicher zu werden.

eine bekannte Romanfigur

Wer es ist, soll hier noch nicht verraten werden. Nur soviel: Die Figur ist für einige Überraschungen gut.

Videos

Und wem es zu doof ist, ein ganzes Spiel eigens zu spielen, nur um zu wissen, was passiert, kann sich den Inhalt auch hier erzählen lassen; Spoilergefahr selbstverständlich inklusive: